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26.08.2016

Verbandsgemeinde Altenglan

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Naturdenkmal Geologischer Aufschluss

Bei dem geologischen Straßenaufschluss handelt es sich um die durch die Anlage des Fahrrad- und Fußweges von Altenglan nach Patersbach neu geschaffene Böschung gegenüber dem Gewerbegebiet "Im Brühl". Der Aufschluss enthält die "Altenglaner Schichten" des Rotliegenden. Sie gehören innerhalb der Erdgeschichte in das Erdaltertum und sind ca. 270 Millionen Jahre alt.

Sie bestehen aus grünlichgrauen und braunen, meist feinkörnigen Sandsteinen, die mit gleichfarbigen Silt- und Tonsteinen wechsellagern.
In diese Gesteine sind bis zu 3 m mächtige Kalkstein-Bänke eingelagert, die früher (auf der östlichen Talseite im Kalkwerk Altpeter bis in die späten 60er Jahre) im Untertagebergbau abgebaut und zu Branntkalk verarbeitet wurden. Auch im zu schützenden Aufschluss ist ein Stolleneingang eines älteres Kalkwerkes zu sehen. Neben den Kalksteinen ist ein dünnes, maximal 20 cm mächtiges Kohlenflöz erwähnenswert, das im höheren Profilteil in Silt- und Tonsteine eingebettet ist. Wenn es sich auch um Steinkohle handelt, so ist sie doch von schlechter Qualität. Trotzdem wurden bergmännische Abbauversuche unternommen, wie ein Stolleneingang zeigte, der bei den Bauarbeiten offen lag.

Bei den Altenglaner Schichten handelt es sich vorwiegend um ehemalige See-Ablagerungen (Kalksteine, Silt- und Tonsteine) und untergeordnet um Fluss-Ablagerungen (Sand- und Siltsteine).
Dieser Aufschluss ist im gesamten Saar-Nahe-Gebiet (Nord- und Westpfalz, östliches Saarland) der einzige, der die Altenglaner Schichten fast in ihrer Gesamtmächtigkeit zeigt. Somit ist er die Typuslokalität der Altenglaner Schichten und von einmaligem wissenschaftlichem Wert. Er wird von Wissenschaftlern deutscher Universitäten, des europäischen und überseeischen Auslandes regelmäßig besucht. Schon mehrfach hat er Eingang in die wissenschaftliche Literatur gefunden.