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26.05.2016

Verbandsgemeinde Altenglan

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Schmiedemuseum

SchmiedemuseumRaumbestimmend in der kleinen Dorfschmiede von Bedesbach ist die Esse, die große Feuerstelle mit dem lodernden Schmiedefeuer und dem Rauchabzug darüber. Es hängt ein ständiger Geruch von Feuer in dem niedrigen Gebäude. Die Esse nimmt nicht nur den meisten Platz ein, sie ist in jedem Fall das Herzstück einer Schmiede.

Das Feuer brannte, als die Schmiede noch in Gebrauch war, den ganzen Arbeitstag lang. Zum Heizen ist eine spezielle Sorte Kohle notwendig, die besonders heiß brennt. Die Temperatur des Feuers wird kontrolliert über den riesigen Blasebalg, der über der Esse hängt. Je mehr Luft der Schmied über den Handzug durch den Blasebalg zuführt, umso heißer lodert das Feuer. Ebenso wichtig wie der Blasebalg ist das Schüreisen zur Kontrolle des Feuers. Mit der gebogenen Eisenstange werden die Kohlen durchgestochert und die Kohlenschlacke beseitigt. Ohne die hohen Temperaturen in der Esse kann kein Eisen geschmiedet werden. Erst wenn das Eisen selbst rot glühend ist, kann es mit dem Hammer auf dem Amboss in die richtige Form geschlagen werden.

So wie die Esse der Mittelpunkt der Schmiede war, so war die Schmiede, an der Hauptstraße von Bedesbach gelegen, einst der Mittelpunkt des Dorfes. Hier wurde landwirtschaftliches Gerät hergestellt und repariert. Einen großen Teil der Arbeit machte das Beschlagen der Zugtiere aus. Alle Bauern waren angewiesen auf die Arbeit des Schmieds. Aufgrund glücklicher Umstände ist die alte Schmiede an ihrem ursprünglichen Ort komplett erhalten, so wie in ihr von ungefähr 1850 bis 1950 für das Dorf gearbeitet wurde. Die Funktionsweise wird vom ehemaligen Schmied fachkundig erläutert und praktisch demonstriert. Ein besonderer Anziehungspunkt ist jedes Jahr am letzten Sonntag im August der Schmiedetag, wo verschiedene alte Handwerke gezeigt werden.